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"Gartenbodenwerkstatt" in den
Interkulturellen Gärten Marburg-Richtsberg
S.U.B. ist
Kooperationspartner im HEGISS-Projekt "Bildungs- und
Kulturgarten". In diesem Rahmen wird im Sommer 2010 eine dreiteilige
Gartenbodenwerkstatt durchgeführt. Diese hat zum Ziel, den
Gartenfamilien und der interessierten Öffentlichkeit den Boden, seine
Entstehung, Funktion und Gefährdung näher zu bringen.
Am 3. Juli fand der erste Teil statt, indem es um Bodenentstehung,
Bodenzusammensetzung und Bodenaufbau ging. Große Hitze und das parallel
zum Termin stattfindende Fußball-Weltmeisterspiel (Deutschland gegen
Argentinien, wer konnte das zuvor ahnen!) konnten viele Mitgärtner
nicht davon abhalten, sich den
Boden, die Grundlage allen Gärtnerns, genau unter die Lupe zu nehmen
(zumal der Spielstand durch den Jubel aus der benachbarten
Richtsberg-Siedlung problemlos mitgezählt werden konnte (4:0 !!)).
 Es
wurden die verschiedenen Bodenarten vorgestellt, ein Bodenprofil im
Richtsberger Wald angeschaut und ein Bohrstock in die Gartenerde
geschlagen, um schnell noch etwas tiefer als eine Spatentiefe schauen
zu
können. Dabei stellten wir fest, dass unser Gartenboden ein leichter
bis mittlerer Lehmboden ist und der Tongehalt mit der Tiefe zunimmt.
Trotzdem haben wir keine Anzeichen entdeckt, dass im Boden Wasser
gestaut wird. Gute Voraussetzungen also für den Gemüseanbau!
Bohrstockuntersuchung in Rafis Garten. Foto: H. Pukall

Nach den Sommerferien
fand am 11.9. der zweite Teil statt, in dem wir die Bodeneigenschaften
und Bodenfunktionen durch Experimente genauer
erkundeten. Die beiden jungen Bodenforscher Valeria und Friedrich
führten Infiltrationsversuche durch und wir sahen, wie gut der
Pflanzenbewuchs den Boden vor Erosion schützt.
Valeria und
Friedrich beim Infiltrationsversuch
Foto: H.Pukall
In einem dritter Teil am
schon herbstlichen 24. 9. widmeten wir uns schließlich
dem Zusammenwirken von Boden und Pflanze.  Um
verstehen zu können, wie Pflanze und Boden zusammenwirken, haben wir
zunächst über den Prozess der Photosynthese gesprochen und uns dann
Pflanzenteile von der Wurzel bis zu den Spaltöffnungen der Blätter mit
Mikroskop und Binokularangeschaut. Das was so spannend, dass es
inzwischen dunkel wurde und wir die Bodenwerkstatt für dieses Mal
beendeten.
Tammi und Friedrich auf den Spuren der
Pflanzengeheimnisse
Foto: H. Pukall
Weitere Fotos zur Gartenbodenwerkstatt gibt es in der Bildergalerie
Letzte
Aktualisierung: 08.10.10 U.M.
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