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Wanderung im Burgwald


Im Rahmen des Internationalen Jahres des Waldes 2011 führten die beiden Geographen Martin Reiss und Jens Hahn von der Universität Marburg am 21.08.2011 eine eintägige Exkursion in den Burgwald, nördlich von Marburg durch. Treffpunkt war der Bahnhof in Marburg, von wo es mit der Regionalbahn bis nach Münchhausen ging, den Ausgangsort der Wanderung.

Die Route führte entlang des Hutschbach hinauf bis zum Christenberg, von hieraus hinunter in den Christenberger Talgrund, zurück nach Münchhausen. Einzelne Haltepunkte widmeten sich der landschafts- und kulturgeschichtlichen Entwicklung dieses Waldgebietes, das eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Hessen darstellt.

In Münchhausen wurde auf dessen Geschichte und Bedeutung der Region hingewiesen sowie am Sportplatz auf den Naturraum und den geologischen Bau des Burgwaldes, als großflächige Buntsandstein-Bruchschollen- bzw. Tafellandschaft. Auf die wirtschaftliche Bedeutung des regionalen Tourismus, mit der Einrichtung von Wanderwegen und Nordic Walking-Routen konnte mit Broschüren am Wanderportal hingewiesen werden. Entlang des Hutschbaches, der am Silberborn entspringt, wurde die Forstnutzung und Waldgeschichte und an den Teichanlagen die traditionelle Fischzucht angesprochen.

Der hohe Nadelholzanteil und die dominierende Kiefer sind ein geschichtliches Relikt und entsprechen nicht der natürlichen Vegetation, die im Burgwald ein bodensaurer Hainsimsen-Buchenwald wäre. Nächster Haltepunkt war der Spiegelteich am Silberborn. Gegenstand der Erläuterungen war die Bedeutung des Naturschutzgebietes Christenberg, die Besiedlungsgeschichte am Beispiel Orts- und Flurwüstung Thalhausen und der keltischen Lützelburg. An der Quelle des Silberborn, auch Bonifatiusquelle, wurden die Besonderheiten dieses Gewässertyps und seiner Lebewesen angesprochen.

Danach ging es zu einer Profilgrube, wo ein Bodenprofil mit typischen Bodenbildungsmerkmalen erläutert wurden. Auf dem Weg hinauf zum Christenberg, wurde auf die Hügelgräber und die Flurrelikte am Klützelkopf verwiesen.

Dann endlich wurde der Christenberg, früher Kesterburg genannt, erklommen. Zunächst wurden die Wallanlagen aus keltischer Zeit angesprochen.  Über die Bonifatiustrappe, die einen Fußabdruck des Missionars darstellen soll, ging es in Richtung St. Martinskirche. Hier wurde auf den Bau der mittelalterlichen Burganlage sowie die Besiedlung und Geschichte eingegangen.

Danach gab es eine Mittagspause, wobei von einigen Teilnehmern die Waldgaststätte aufgesucht wurde.

Anschließend erfolgte der Abstieg in Richtung Christenberger Talgrund, doch zuvor wurden noch Hügelgräber besucht.
Im Tal angekommen erreichten wir schließlich das Naturschutzgebiet Christenberger Talgrund, das zu großen Teilen aus einem Verlandungs- bzw. Übergangsmoor besteht. Seltene Pflanzen und Tiere leben hier und finden in dem wertvollen Feuchtgebiet einen Lebensraum. In Richtung Münchhausen talabwärts schreitend, konnten zahlreiche naturschutzfachliche Maßnahmen besichtigt werden, bevor es an der hochmittelalterlichen Lüneburg, vermutlich dem Vorgänger der Burganlage Mellnau, vorbei bis zum Dietenberg ging. Hier konnte ein Blick auf Münchhausen im Wetchaftstal geworfen werden, bevor es dann zurück zum Bahnhof und mit der Bahn nach Marburg ging.

Martin Reiss


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Letzte Aktualisierung: 17.09.11

   
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