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Nachhaltige Pfade der Landnutzung: Das Beispiel Haubergswirtschaft

Frank Schüssler

(Geographie, Justus-Liebig-Universität, Gießen)


In Deutschland verfolgt die Waldbewirtschaftung ökonomische Ziele und beachtet
ökologische Kriterien. Der Wald erfüllt Erholungs‐ und Schutzfunktionen,
besteht aber fast ausschließlich aus Hochwald.
Auf die Laubbäume des sogenannten Mittel‐ und Niederwaldes fallen weniger
als ein Prozent des bestockten Bodens. Somit hat die traditionelle Niederwaldwirtschaft allgemein und speziell die Sonderform der Haubergswirtschaft nur eine geringe, aber derzeit leicht zunehmende Bedeutung. Es stellt sich die Frage, ob die Haubergswirtschaft weiterhin einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor einiger Regionen darstellen kann, um sowohl das charakteristische Landschaftsbild mit kulturhistorischer Bedeutung zu erhalten und die Belange des Naturschutzes zu erfüllen.
Der Vortrag beginnt mit einer Zeitreise in die vorindustrielle Niederwaldwirtschaft,
die musterhaft das Nachhaltigkeitsprinzip umsetzt, zeigt die Veränderungen im Zuge der Industriellen Revolution auf und charakterisiert die Renaissance des Niederwaldes im 21. Jahrhunderts.

Dr. Frank Schüssler studierte Geographie und promovierte
2000 zum Thema der Anwendung Geographischer Informationssysteme im Einzelhandel.
Seit 2004 ist er wissenschaftlicher Angestellter im Bereich
Anthropogeographie am Institut für Geographie der Uni
Gießen. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die geographische Energieforschung




 







Letzte Aktualisierung: 30.11.09 U.M.

   
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