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DESERTEC: Strom aus der Wüste
Für eine
nachhaltige Entwicklung in
einer Welt mit 10 Milliarden Menschen
Prof. Dr. Michael Düren
(II. Phys.
Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen))
Die
Potentiale Afrikas, mit Hilfe von Solarkraftwerken elektrische Energie
zu
erzeugen, sind nahezu unbegrenzt. Deutschland hingegen hat geringere
Solareinstrahlung, gehört aber zu den Nationen, die in den Technologien
zur
Erschließung dieser Solarenergie führend sind.
Was liegt also näher, als eine
Solarenergie-Partnerschaft zu bilden, von der beide Seiten enorm
profitieren
können. Obwohl diese Idee schon des Öfteren vorgetragen wurde und
technisch als
sehr weit ausgearbeitet gelten kann, scheiterte sie in der
Vergangenheit immer
wieder an politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Barrieren.
Im Kontext der
neuen
globalen Klimadiskussion und der Verteuerung der fossilen Ressourcen
gibt es
aber nicht nur neue Chancen für eine Solarenergie- Partnerschaft
zwischen Afrika
und Europa, sondern auch eine Notwendigkeit hierzu.
Neben der
Möglichkeit einer
regenerativen Energieversorgung trägt eine solche Partnerschaft zur
politischen
und humanitären Vernetzung und damit zur Stabilisierung der Beziehungen
zwischen Afrika und Europa bei.
Prof.
Dr. Michael Düren, geb. 1957, ist Physikprofessor an der
Universität Gießen
und arbeitet im Bereich der Teilchen- und Hadronenphysik an
Experimenten in
Genf, Hamburg und Darmstadt.
Seit
seiner Studienzeit beschäftigt er sich mit
gesellschaftspolitischen Fragen der Technik und ist Mitglied des
Arbeitskreises
Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
Er ist
Gründungsmitglied der
DESERTEC-Stiftung und einer der Initiatoren der SEPA
(Solarenergiepartnerschaft
mit Afrika) Initiative an der Universität Gießen.
Letzte Aktualisierung: 15.01.10 U.M. |