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Vortragsreihe
im Wintersemester 2010 / 2011
Vielfalt
des Lebens
Biodiversität im Alltag
Eine Kooperation
von

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&
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donnerstags
18.15 - 19.45 Uhr
Philipps-Universität,
Hörsaalgebäude
Raum 116
Plakat
und Flyer zur
Veranstaltung
Rückblick zur Veranstaltung als pdf
Anlässlich des UN-Jahres der
Biodiversität 2010 lief in Marburg von Oktober 2010 bis Februar 2011
die 12-teilige Veranstaltungsreihe „Vielfalt des Lebens –
Biodiversität im Alltag“. Initiatoren der Reihe waren der
gemeinnützige Verein Spielraum UmweltBildung e.V. und die
Initiative nachhaltige Entwicklung der studentischen
Unternehmensberatung Phlink e.V. Die Kooperation beider Vereine
hatte sich bereits in der Vorgängerreihe „Welt im Wandel – Wege
in die Nachhaltigkeit“ (Winter 2009/2010) bewährt, so dass
beschlossen wurde, an diese gute Erfahrung anzuknüpfen.
Zum Thema Biodiversität bot es sich
an, nicht nur theoretische Konzeptionen in eine Vortragsreihe
einzubringen, sondern ganz bewusst auch den Bezug zum Alltag der
Gäste herzustellen. Daraus resultierte eine Aufteilung der Vorträge
in einen eher theoretischeren ersten Teil, welcher philosophische,
ökonomische, ethische und ästhetische Aspekte der Biodiversität
beleuchtete und in einen zweiten Teil, in welchem praxis- und
alltagsnähere Themen zum Zug kamen. Hierbei wurde auch, wenn möglich
und sinnvoll, der Bezug zur Region Marburg hergestellt.
Blütenvielfalt im Kräutergarten
Foto: Ulf Marold
Die Veranstaltungsreihe begann mit
einer einführenden Exkursion in die Interkulturellen Gärten
Marburg-Richtsberg durch
Dipl.-Geograph Ulf Marold, selber langjähriger Bewohner des
Richtsbergs und stolzer Besitzer einer Parzelle im Interkulturellen
Garten. Bei Tee aus frischen Kräutern konnten die Teilnehmer in der
letzten Herbstsonne biologische und kulturelle Vielfalt an einem Ort
vereint genießen.
Nach diesem alltagsnahen Einstieg
begannen die Vorträge philosophisch: „Biodiversität als
Begriff und Methapher“ von Prof. Dr. Mathias Gutmann (KIT
Karlsruhe) eröffnete den Zuhörern einen ungewohnten Blick auf das
Schlagwort „Biodiversität“.
„Wem nützt und wer bezahlt für
Artenvielfalt?“ fragte Dr. Thomas Falk vom Marburger Institut
für Kooperation in den Entwicklungsländern und beleuchtete damit
die ökonomische Dimension der Biodiversität am Beispiel der
Kleinbauern. Diskutiert wurde insbesondere die Frage, wie und welche
ökonomischen Anreize das Konsumverhalten des Einzelnen lenken
können, um auf diese Weise positive Effekte zum Schutz der
Artenvielfalt zu erzielen.

Frau Prof. Dr. Lindemann-Matthies der Pädagogichen Hochschule in Karlsruhe stellte in ihrem Vortrag über
„Wahrnehmung und Wertschätzung biologischer Vielfalt“
empirische Studien vor, welche die ästhetische Bedeutung
biologischer Vielfalt belegen und verdeutlichen, dass Biodiversität
nicht nur einen ökologischen Wert im engeren Sinne hat, sondern auch
zu unserem eigenen Wohlbefinden beitragen können.
Kinder entdecken die Natur.
Foto: Sarah Knecht
Ethische Aspekte der Artenvielfalt
besprach unser Gast der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in
Nürtingen-Geislingen, Frau Dr. Ute Eser: Auch ihr Vortrag mit dem
Titel „Klugheit, Gerechtigkeit und Glück – Gute Argumente für
die nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“
verdeutlichte, dass Biodiversität Aspekte aufweist, die nicht nur im
natur- und wirtschaftswissenschaftlichen Kontext anzutreffen sind.
Die Frage, wie solche „weichen“ Argumente zum Schutz der
Artenvielfalt eingesetzt werden können, wurde anschließend
leidenschaftlich diskutiert.
Mit der Frage „Warum brauchen wir
naturnahe Gewässer?“ eröffnete Dipl.-Ing. Herbert Diehl vom
Regierungspräsidium Gießen, Abteilung Umwelt, den Teil der
Vortragsreihe, der sich praktischen Aspekten der Biodiversität
widmete. Mit vielen anschaulichen Beispielen aus der Region Marburg
zeigte der Referent, wie durch Renaturierung die strukturelle
Vielfalt unserer Fließgewässer wieder hergestellt werden kann, um
verschiedenste Lebensgrundlagen für Wasserorganismen
bereitzustellen. Die Maßnahmen, die zu einem gesunden Gewässer
beitragen können, waren dabei oftmals verblüffend einfach.
Herbert Diehl in der Diskussion mit den Zuhörern
Foto: Ulf Marold
Als ersten Vortrag im Jahr 2011
referierte Herr Dr. Reinhard Witt zu „Wildpflanzen in Stadt und
Garten“ Der Gründer und Vorstand des Vereins Naturgarten e.V. zeigte
an vielen farbenprächtigen Beispielen, dass es sich lohnt, auch in
Stadt und Garten „mehr Natur zu wagen“. Dank eines Gastes der
Vortragsreihe wurde an diesem Abend die Alltagsnähe der
Vortragsreihe besonders greifbar, denn der Hobbygärtner brachte
spontan eine vielfältige Sammlung von Wildblumensamen aus seinem
eigenen Garten mit, die er an alle interessierten Gäste weitergab.
Einen spannenden Einblick in den
Bienenstock lieferte Herr Dr. Werner von der Ohe vom Bieneninstitut
in Celle mit seinem Vortrag über „Stressfaktoren im Bienenvolk“.
Besonders eindringlich im Kontext des vorherigen Vortrags erschien
vielen Zuhörern die Tatsache, dass Bienenvölker Stressfaktoren und
Krankheiten besser kompensieren können, wenn sie vom Nektar und
Pollen möglichst vieler verschiedener Blütenpflanzen profitieren
können. Das heißt: Je vielfältiger wir unsere Gärten, Balkons und
Grünflächen gestalten, desto widerstandsfähiger werden die Bienen,
auf die wir wiederum für die Befruchtung unserer Nutzpflanzen
dringend angewiesen sind.
Dr. Norbert Clement gab mit seinem
Vortrag „Süße Vielfalt – Obstsorten im Landkreis
Marburg-Biedenkopf“ einen faszinierenden Einblick in die
ungeheure Vielfalt heimischer Kultursorten. Er berichtete von dem
Projekt der „Hessenwiese“ im Marburger Stadtteil Michelbach, auf
welcher Lokalsorten eine einzigartige Zusammenstellung der hessischen
Streuobstvielfalt zeigen. Er gab einen unterhaltsamen Einblick in die
spannende Fahndung nach Sorten, die im Laufe der Zeit (fast) aus dem
Gedächtnis und von der Bildfläche verschwunden sind.
Frau Melanie
Kreutz vom BUND-Projektbüro „Grünes Band“ zeigte in ihrem
Vortrag das „Erlebnis Grünes Band“
und verdeutlichte „wie Geschichte,
Kultur und (Natur-)Tourismus die Artenvielfalt schützen.“
Mit vielen Illustrationen und Beispielen beschrieb sie den Weg vom
einstigen Todesstreifen hin zu einem einmaligen Biotopverbund quer
durch Deutschland und betonte das Potenzial für Naturtourismus,
Umweltbildung und den Erhalt der Artenvielfalt. Ein besonderes
Appell, mit diesem Stück Natur und Deutscher Geschichte umsichtig
umzugehen.
Frau Dr. Mara Meske vom Projekt
„Natur-Wissen schaffen“ der Universität Bremen verdeutlichte in
ihrem Vortrag „Natur ist für mich die Welt – Die Naturbilder
von Kindern“ die Entstehung und Entwicklung von Naturbildern.
Im Vortrag zeigte sie, wie wichtig für Kinder ein Umfeld ist, in dem
Naturräume – und sei es der eigene Garten – zum Spielen
aufgesucht werden können. Darüber hinaus ist das Gespräch mit
anderen über diese Naturerlebnisse unentbehrlich für ein
reflektiertes und ganzheitliches Naturbild. Denn dadurch kann es
gelingen, sich selbst als Naturbestandteil zu begreifen, was wiederum
Auswirkungen auf einen umweltgerechten Umgang mit der Natur hat.
Zweitklässlerin malt ihre Naturvorstellung
Mit dem abschließenden Vortrag wurde
der Blick nochmal auf Marburg gerichtet: Frau Dr. Kerstin Demuth
stellte mit ihrem Vortrag „Weltweite Artenvielfalt erleben –
Die Grüne Schule des Botanischen Gartens in Marburg“ die Grüne
Schule als eine Marburger Institution mit einem besonderen Potenzial
für eine Bildung zur nachhaltige Entwicklung vor. Es war nicht
verwunderlich, dass die schwierige finanzielle Lage des botanischen
Gartens die an den Vortrag anknüpfende Diskussion dominierte und
sich zeigte, dass viele Zuschauer die Bedeutung des Botanischen
Gartens nicht nur für die Universität, sondern als wesentlichen
Bestandteil der Marburger (Bildungs-)landschaft sehen.
Zu den Besonderheit dieser
Vortragsreihe zählte, dass die meisten Referenten im Anschluss an
den Vortrag noch für einen weitergehenden Austausch im
gemütlichen Rahmen, also bei Essen und Trinken in einem
Marburger Restaurant, gewonnen werden konnten. Zu diesem Anlass
wurden auch die Zuhörer eingeladen und einige nutzten diese
Möglichkeit, das Thema des Vortrages noch weiter zu vertiefen oder
aber auch über ganz andere Dinge zu sprechen, sich kennenzulernen
und Kontakte zu knüpfen. Dies wurde von den Teilnehmenden stets als
Bereicherung empfunden.
Als die Veranstalter kurz vor Beginn
der Vortragsreihe erfuhren, dass das diesjährige Studium Generale
der Universität ebenfalls unter dem Banner der Biodiversität
stand, wurde befürchtet, dass diese Veranstaltungen miteinander
konkurrieren könnten. Doch diese Befürchtung traf nicht ein. Einige
Zuhörer besuchten sowohl mittwochs die Veranstaltung des Studium
Generale als auch donnerstags die Reihe „Vielfalt des Lebens –
Biodiversität im Alltag“ im Hörsaalgebäude.
Weiterhin zeigte ein Vergleich beider Programme, dass beide Reihen –
auch wenn sie unter dem gleichen Schwerpunktthema standen – doch
völlig verschiedene Aspekte beleuchteten und so thematisch eher als
Ergänzung denn als Wiederholung begriffen werden konnten.
Sehr dankbar sind die Veranstalter den
Unterstützern der Vortragsreihe. Ohne sie wäre die
Realisierung des Konzeptes nicht möglich gewesen. Finanziell
unterstützt wurde die Reihe durch die Stadt Marburg, die
Heinrich-Böll-Stiftung Hessens sowie von der Sparkasse
Marburg-Biedenkopf. Dank gebührt außerdem dem Graduiertenzentrum
Lebens- und Naturwissenschaften und der Universität Marburg für die
umfangreiche infrastrukturelle Hilfestellung, nicht zuletzt den
Hausmeistern des Hörsaalgebäudes, die bei technischen
Schwierigkeiten stets zur Stelle waren. Der Verein „artgerecht“
unterstützte die Veranstaltung durch das fachkundige Design der
Poster und Flyer.
Neben den Sponsoren und Unterstützern
der Reihe danken die veranstaltenden Vereine insbesondere
Herrn Michael Hebenstreit für die Idee und erste Konzeption.
Bis er just zu Beginn der Veranstaltung für die Durchführung seines
Promotionsprojektes – übrigens zum Thema „Das ökonomische
Wertkonzept im Verhältnis von Gesellschaft und Biodiversität“ –
nach Göttingen wechselte, wirkte er wesentlich an der Gestalt der
Reihe mit.
Vor allem freuen wir uns als
Veranstalter über die rege Teilnahme der Zuhörer: Diese
fanden sich nicht nur in meist erfreulich hoher Zahl im
Hörsaalgebäude ein, sondern beteiligten sich rege an den
Diskussionen. Je nach Vortragsthema war das Publikum mal mehr, mal
weniger studentisch geprägt. Einige Gäste kamen nur zu bestimmten
Themen, andere fanden sich regelmäßig zur Reihe ein. Selbst die
Tatsache, das am 11.11.2010 direkt vor der Vortragszeit das Zentrum
des Sturmtiefs Carmen über Marburg zu hängen schien und sich nur
die Wackersten auf die Straße trauten, hielt zahlreiche Marburger
Zuhörer nicht davon ab, sich durch Wind und Wetter zur Vortragsreihe
zu kämpfen.
Gerne möchten wir Sie einladen, auch
im Nachhinein über die Themen der Vortragreihe zu diskutieren oder
uns ihren Eindruck zur Reihe mitzuteilen.
Programmübersicht
Biodiversität...
ist ein sperriger Begriff, der kurz als Vielfalt der Arten und
Ökosysteme umrissen werden kann (Convention on Biological
Diversity,
Rio de Janeiro, 1992). Biodiversität ist so wichtig, dass die
UNESCO
das Jahr 2010 zum internationalen Jahr der biologischen Vielfalt
erklärt hat. Aber was ist Biodiversität genau? Und
vor allem: Welche
Rolle spielt sie im Alltag und für unser Leben?
Die
Vortragsreihe...
behandelt alle diese Fragen sowohl aus theoretischer Sicht als auch in
der Praxis. Ebenso kommen die Referenten aus Wissenschaft und Praxis.
Sie gehen auf ökologische, ökonomische und soziale
Aspekte der
Biodiversität ein und stellen konkrete Beispiele aus dem
Alltag und der
Region vor. Sie zeigen, welche Handlungsoptionen wir haben, um
Biodiversität zu fördern.
Bereits zum vierten Mal findet in diesem Wintersemester eine
interdisziplinäre Vortragsreihe zum Themenfeld Nachhaltigkeit
statt.
Sie soll Informationen und Anregungen für weitere Diskussionen
und
Projekte liefern.
Programmübersicht
(für
weitere Angaben
klicken)
21.10.2010:
Exkursion in die
Interkulturellen Gärten am Richtsberg
Dipl.-Geogr. Ulf Marold,
Spielraum
UmweltBildung e.V., Marburg
28.10.2010:
Was ist
Biodiversität - Biodiversität als Begriff und Metapher
Prof. Dr. Dr.
Mathias Gutmann, Biologe und Philosoph, Universität Karlsruhe
(KIT)
04.11.2010:
Wem
nützt und
wer bezahlt Artenvielfalt?
Dr.
Thomas Falk, Institut für
Kooperation in Entwicklungsländern, Marburg
11.11.2010:
Wahrnehmung
und Wertschätzung biologischer Vielfalt
Prof. Dr. Petra
Lindemann-Matthies,
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
25.11.2010:
Klugheit, Gerechtigkeit und Glück: Gute Argumente für
die nationale
Strategie zur biologischen Vielfalt
Dr.
Uta Eser, Hochschule für
Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen
09.12.2010:
Warum
brauchen
wir naturnahe Gewässer?
Dipl.-Ing. Herbert Diehl,
Regierungspräsidium Gießen, Abteilung Umwelt,
Gießen
13.01.2011:
Wildpflanzen in
Stadt und Garten
Dr.
Reinhard
Witt, Naturnaher Grünplaner, Buchautor, Gründer und
Vorstand des
Naturgarten e.V., Ottenhofen
20.01.2011:
Stressfaktoren im Bienenvolk
Dr. Werner
von
der Ohe, Institut für Bienenkunde, Celle
27.01.2011:
Süße
Vielfalt: Obstsorten im Landkreis Marburg-Biedenkopf
Dr.
Norbert Clement, Landkreis
Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Landwirtschaft
03.02.2011:
Erlebnis
Grünes Band - wie Geschichte, Kultur und (Natur-)Tourismus die
Artenvielfalt schützen
Melanie Kreutz, BUND-Projektbüro
Grünes Band, Nürnberg
10.02.2011:
"Natur
ist für mich die Welt!" – Die Naturbilder von Kindern
Dipl.-Päd.
Mara
Meske, Projekt Natur-Wissen schaffen, Universität Bremen
17.02.2011:
Weltweite
Artenvielfalt erleben - die Grüne Schule
des Botanischen Gartens Marburg
Dr. Kerstin Demuth, Grüne
Schule des Botanischen Gartens Marburg
Programm
Dipl.-Geogr. Ulf Marold,
Spielraum
UmweltBildung e.V., Marburg
Treffpunkt:
Hörsaalgebäude,
15.30 Uhr
Gärtnerfamilien
aus verschiedenen
Ländern gestalten ihre Parzelle:
keine sieht aus wie die andere. Damit einher geht nicht nur eine
Vielfalt an Nutzpflanzen verschiedener Kulturkreise, sondern auch ein
buntes kulturelles Leben. Marburg - Stadt der Vielfalt.
zur
Übersicht
Prof. Dr. Dr.
Mathias Gutmann, Biologe und Philosoph, Universität Karlsruhe
(KIT)
zur
Übersicht
Dr.
Thomas Falk, Institut für
Kooperation in Entwicklungsländern, Marburg
Biodiversität
trägt zur
Befriedigung von fundamentalen menschlichen Bedürfnissen bei.
Diese
können rein
materieller, ästhetischer oder spiritueller Art sein. Die
Entscheidung,
ob
Menschen Arten erhalten, hängt maßgeblich davon ab,
welchen Wert
sie den Arten beimessen.
In dem
Vortrag wird der
Erhalt – oder eben die Zerstörung – von
Biodiversität aus der
Sicht der Wirtschaftswissenschaften beleuchtet. Es wird nach
Erklärungen
gesucht, warum Märkte und Staaten so oft scheitern,
Biodiversität
zu erhalten und diskutiert, welchen Beitrag unser individueller
Konsum zum Erhalt oder zur Zerstörung von Arten leistet.
Vortragsfolien
als pdf
zur
Übersicht
Prof. Dr. Petra
Lindemann-Matthies,
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Im Vortrag
wird
vorgestellt, welche Vorstellungen Menschen von Artenvielfalt haben,
wie viele und welche Arten sie kennen und schätzen, und wie
die
Wahrnehmung und Wertschätzung von Arten und ihrer Vielfalt
gefördert
werden kann. Es wird auch der Frage nachgegangen, ob Menschen
biologische Vielfalt zu ihrem Wohlbefinden brauchen und ob sie
artenreichere Lebensgemeinschaften schöner finden als artenarme.
Vortragsfolien
als pdf
zur
Übersicht
Dr.
Uta Eser, Hochschule für
Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen
Im
Übereinkommen über
die biologische Vielfalt haben sich die Völker dieser Welt
1992 in
Rio de Janeiro geeinigt, die Vielfalt des Lebendigen in Zukunft zu
schützen, sie nachhaltig zu nutzen und die Gewinne aus dieser
Nutzung gerecht miteinander zu teilen. Dieser Dreiklang aus Schutz,
Nutzung und Gerechtigkeit wirft umweltethische Fragen auf, die der
Vortrag näher behandelt.
Vortragsfolien
als pdf
zur
Übersicht
Dipl.-Ing. Herbert Diehl,
Regierungspräsidium Gießen, Abteilung Umwelt,
Gießen
Flüsse und
Bäche im
Raum Marburg-Biedenkopf müssen den
Lebensraumansprüchen typischer
Fließgewässerarten (z.B. Fischen) genügen.
In dem Vortrag wird ein
kritischer Blick auf den Zustand und die Defizite unserer
Fließgewässer geworfen und mit anschaulichen
Beispielen gezeigt,
durch welche Renaturierungsmaßnahmen die naturnahe
Entwicklung zuvor
geschädigter Fließgewässer
gefördert werden kann, damit sie als
abwechslungsreiche Lebensräume dienen und weitere wichtige
Funktionen wahrnehmen können.
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Übersicht
Dr.
Reinhard Witt, Naturnaher
Grünplaner, Buchautor,
Gründer und Vorstand des Naturgarten e.V., Ottenhofen
Nachhaltige
Ansaaten und Pflanzungen auf dem Weg zu
mehr Natur und Ökologie.
In Bezug auf Nachhaltigkeit, Kosten und ökologische Wertigkeit
sind
heimische Wildpflanzen unschlagbar. Immer mehr Kommunen und Private
setzen auf naturnahes Grün. Der Vortrag gibt einen
Überblick über die
Verwendung im privaten und öffentlichen Grün,
Verkehr, Gewerbe und
Industrie. Einen Überblick über das Thema geben
folgende Webseiten: www.naturgarten.org,
www.naturgarten-fachbetriebe.de,
www.reinhard-witt.de.
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Dr.
Werner
von
der Ohe, Institut für Bienenkunde, Celle
Die Bestäubung
durch Bienen
ist für
die Arterhaltung von Pflanzen und somit auch für die
Artenvielfalt
von wesentlicher Bedeutung. Die Bienenvölker leiden jedoch
unter der
Zusammenwirkung vielfältiger Stressfaktoren, zum Beispiel
Bienenkrankheiten, Nahrungsmangel sowie Pflanzenschutzmittel und
deren Effekte. Der Vortrag beleuchtet diese Zusammenhänge und
zeigt
Perspektiven auf, wie wir zur Reduzierung dieser Stressfaktoren
beitragen können.
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Übersicht
Dr.
Norbert Clement, Landkreis
Marburg-Biedenkopf, Fachdienst Landwirtschaft
Etwa 30
verschiedene
Apfelsorten werden in deutschen Baumschulen angeboten, doch gibt es
deutschlandweit nach Schätzungen mindestens 2000 alte,
teilweise
fast in Vergessenheit geratene Sorten: Wie kommt es zu dieser
Vielfalt, und welche Bedeutung hat sie? Wodurch ist die regionale
Vielfalt von Obstpflanzen (Apfel, Birne, Kirsche, Quitte)
gefährdet
und wie kann jede/r Einzelne dazu beitragen, sie zu erhalten?
zur
Übersicht
Melanie Kreutz,
BUND-Projektbüro
Grünes Band, Nürnberg
Das
Grüne Band, der 1393 Kilometer lange Biotopverbund entlang der
ehemaligen innerdeutschen Grenze, ist Teil des Nationalen Naturerbes
und eine einmalige Erinnerungslandschaft an die jüngere
europäische
Geschichte. Natur, Kultur und Geschichte werden hier auf einzigartige
Weise verbunden. Das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN)
geförderte
Projekt "Erlebnis Grünes Band" hat in drei Modellregionen die
Entwicklung von buchbaren (natur-)touristischen Angeboten in
Kombination mit Biotop- und Artenschutzmaßnahmen und der
"Erlebbarmachung" von Geschichte umgesetzt. www.erlebnisgruenesband.de
zur
Übersicht
Dipl.-Päd.
Mara
Meske, Projekt Natur-Wissen schaffen, Universität Bremen
Naturbilder
entstehen
bereits in der Kindheit, strukturieren und leiten das Verhalten
gegenüber der Natur aber bis ins Erwachsenenalter.
Für eine
naturbezogene Bildung ist daher die Rekonstruktion und Typisierung
kindlicher Naturbilder eine wichtige Grundlage. Im Vortrag werden die
Ergebnisse einer Untersuchung mit Grundschulkindern in zwei
hessischen Gemeinden (Stadt und Land) vorgestellt.
zur
Übersicht
Dr.
Kerstin Demuth, Grüne
Schule des Botanischen Gartens Marburg.
Als außerschulischer Lernort bietet
die Grüne Schule
des Botanischen Gartens Marburg die Möglichkeit die enorme
Artenvielfalt verschiedener Lebensräume und Klimazonen direkt
vor der
Haustür kennen zu lernen. Ein reichhaltiges Angebot an
Führungen und
Projekten lädt nicht nur Schulklassen zu einem Besuch ein.
zur
Übersicht
Letzte Aktualisierung: 20.03.2011
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